Mittwoch: 01. Mai: „Frühzeitig unterwegs“
Von Haselbach aus ging es um 07.00 Uhr bei klarem Himmel hinunter ins Menachtal. In dieser kalten Bachlage lag weißer Reif auf den Gräsern. Eine kurze Strecke gingen wir auf dem Radweg, dann den aussichtsreichen Abzweig über Rothäusl und Leimbühlholz nach Fromried. Der ehemalige Mühlenstandort ist auf einem beschrifteten Mahlstein zu erkennen.

Durch den Menachgrund und an der neuerbauten Mühle bei Siechenfurth vorbei erreichten wir über die Siedlung Brey Haibach. Im Gasthaus „Schwalbe“ ließen wir uns das Frühstück schmecken.

Auf einer kleinen Dorfrunde sahen wir den neuen Fitnesspark im Verkehrsgarten und vorbei am Dorfweiher machten wir uns auf dem Wanderweg 5 auf den Heimweg. Dieser Wanderweg wird von Bogen –Kinsachtal – Haibach – Elisabethszell – Maibrunn von unserer Sektionswegewartin Brigitte Schäfer markiert. Der aussichtsreiche Weg streift die unteren Häuser von Buchet, geht durch die ehemalige Hofmark Landasberg, hinunter nach Höllgrub und über Ober- und Unterwiesing wieder nach Haselbach. Beim letzten Aufstieg zum Haselbacher Kirchenberg konnten wir auf einer Magerwiese eine Vielfalt an Pflanzen und Insekten bewundern.
Gegen 11 Uhr 30 waren wir nach der insgesamt 10,8 km langen Wanderung  wieder in Haselbach zurück.
[Martin Graf]

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Ostermontag, 22. April: „Rund ums Büscherl“ Emmausgang
„Am Tag nach Ostern waren zwei Jünger auf dem Weg in das Dorf Emmaus und trafen unterwegs den auferstandenen Jesus. Diese Geschichte ist der Ursprung für den Brauch des sogenannten Emmausgangs am Ostermontag.“

39 Mitglieder der Sektion Mitterfels trafen sich am Ostermontag um 13 Uhr am Kirchplatz zur gemeinsamen Abfahrt nach Wiesenfelden, dem Ausgangspunkt unserer Halbtageswanderung. Bei Bilderbuchwetter starteten wir um 13.30 Uhr vom Schlossparkplatz am Gehege des Umweltzentrums. Im Schloss befindet sich das Umweltzentrum. Nun ging es über den Lehenbacher Weg bis zum Ortsende. Hier bogen wir rechts ab und gingen leicht ansteigend in Richtung Utzenzell. Am Ortseingang von Utzenzell bogen wir rechts ab und so kamen wir durch den Wald zum höchsten Punkt der Gemeinde Wiesenfelden, zum 740 m hohen Büscherl. Dort lud uns eine Schutzhütte und ein kleiner Aussichtsturm zum Verweilen ein. Gemeinsam gings weiter mit dem Wanderweg Nr. 9, den wir aber kurz vor Kragenroth verließen. Wir wanderten wie erwähnt über Kragenroth, genossen dort die wunderbare Aussicht auf den Bayerischen Wald und kamen wieder zurück nach Utzenzell, wo sich die Wege wieder trafen. Von dort gingen wir den Höhenweg Richtung Wiesenfelden. Kurz vor den ersten Häusern von Wiesenfelden machten wir einen kurzen Abstecher nach rechts zur Mariengrotte. Die Mariengrotte wurde um die Jahrhundertwende vom damaligen Grafen auf Schloss Wiesenfelden, Friedrich von Otting und Fünfstetten nach seiner Genesung von einer schweren Krankheit erbaut.

Wir wanderten dann den Höhenweg  entlang in Richtung Wiesenfelden und genossen immer wieder den herrlichen Ausblick über das Dorf, das Kirchleich St. Rupert oder weit bis in den hinteren Bayerischen Wald. Nun gings weiter bis zum historischen, aus dem Mittelalter stammenden Felsenkeller in der Utzenzeller Straße. Der ehemalige Bierkeller ist ein in den Granit geschlagenes Gewölbe mit Lüftungsschächten und bruchsteingewölbtem Vorraum, um 1585 erstmals erwähnt und am Eingangsportal bezeichnet mit 1838. Heute dient er den Fledermäusen zum Überwintern. 
Die Einkehr im Biergarten des Gasthauses „Zur Post“ rundete die ca. 8,5 km lange Wanderung gegen 16 Uhr 30 ab.
[Rudi Beck]

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Freitag, 12. April: „Irgendwo in Afrika“
Hilfe für die Kinder von Kilimahewa
Der Bayerische Wald-Verein, Sektion Mitterfels, hatte den gebürtigen Mitterfelser Franz Hirtreiter zu einem Vortrag über sein Hilfsengagement in Tansania eingeladen und die vielen Besucher in der evangelischen Heilig-Geist-Kirche waren von dem, was sie in Wort und Bild vermittelt bekamen, sehr angetan.

Zu Beginn erklärte Franz Hirtreiter, dass er schon seit langer Zeit mit Mönchen aus dem Kloster Schweiklberg engen Kontakt pflegte und von deren Erzählungen über das Hilfsprojekt von Kilimahewa fasziniert gewesen sei. Immer wieder habe er mit Spenden helfen können und Pater Markus, der das Projekt vor Ort leitet, bei seinen Besuchen in Deutschland getroffen. Dabei sei der Wunsch, sich das Ganze in Afrika einmal ansehen zu wollen,  immer größer geworden. Diesen Wunsch habe er sich jetzt nach seinem 60. Geburtstag erfüllen können und mit seiner Frau Mareen eine Reise nach Tansania unternommen. War er zum einem von der Armut und Einfachheit in diesem Land sehr betroffen, bewunderte er auf der anderen Seite den großen Unternehmensgeist der Mönche und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kilimahewa, die ihr ganzes Leben in den Dienst anderer, bedürftigter Menschen stellten.

Bereits seit 1950 gibt es die Station Kilimahewa, es siedelten sich katholische Christen aus Mozambique an, die von Mönchen betreut wurden, in 1960 entstand ein Buschkapelle, die 1973 durch eine Lehmkirche ersetzt wurde, in 1987 begannen Missionsschwestern mit dem Aufbau der Station, es gab weder Wasser, Schulen oder medizinische Versorgung.  Und nach und nach wurde das aufgebaut, was Hirtreiter heute „das Wunder von Kilimahewa“ nennt. In der Lehmkirche wurde medizinische Hilfe geleistet,  durch die muslimischen Gemeindevorsteher  unterstützt begann das friedliche Miteinander von Christen und Muslimen, das bis heute Bestand habe. Ein fester Kirchenbau aus Holz wurde 1988 eingeweiht und ein großes Schwesternhaus gebaut, die dadurch frei gewordene frühere Wohnstätte der Schwestern wurde zur ersten Krankenstation umfunktioniert. 10 Jahre später, in 1997, wurde der erste Kindergarten erbaut, gestiftet von der Pfarrgemeinde Loiching in Niederbayern. Nach und nach kamen weitere Mönche, u.a. aus dem Kloster Schweiklberg, in die Station. Zuerst wurde die Wasserversorgung in Angriff genommen, um den Menschen weite Wege zu den Brunnen zu ersparen und durch tiefere Bohrungen  eine schnelle Austrocknung zu verhindern. Es wurde eine Schreinerei gegründet und Einheimische mit diesem Handwerk vertraut gemacht, auch war es damit möglich, durch eigene Arbeit Kosten für die Station zu sparen. 2002 konnte dann das erste kleine Buschkrankenhaus in Betrieb genommen werden; ärztliche Hilfe wurde jetzt vor Ort geleistet, auch eine Entbindungsstation war angeschlossen, die vielen Neugeborenen das Leben rettete; bei Problemen während der Geburt konnten dadurch weite Wege in Krankenhäuser vermieden werden. Später kam ein Aidsstation dazu und zwei Operationssäle. So wurde Kilimahewa zum medizinischen Zentrum. Inzwischen gehörten bereits vier Kindergärten in der Umgebung zur Station, in denen die Kinder ganztägig, auch mit Essen und Trinken, versorgt wurden.
Zur Behebung der Stromprobleme wurde eine Photovoltaikanlage gebaut, die heute den ganzen Strom für Kilimahewa produzieren kann.

Für all diese Aktivitäten waren viele Spenden und Hilfsleistungen erforderlich, an denen Franz Hirtreiter sich von Niederbayern aus schon immer beteiligt habe. Um so angetaner sei er gewesen, dies jetzt alles direkt vor sich zu sehen; aber er war auch bestürzt darüber, dass trotz der vielen Hilfen in der Vergangenheit doch noch vieles im Argen liege. So wurde auch schnell der Wunsch nach einem Röntgengerät an ihn herangetragen  und noch während seines Aufenthaltes in Tansania  sagte Franz Hirtreiter spontan zu,  für ein solches Gerät zu sorgen.  Als gelernter Journalist kam ihm die Idee., ein Buch/Bildband über dieses herausragende Hilfsprojekt zu schreiben und zur Beschaffung des Röntgengerätes zu verkaufen, statt langwierig Spenden einzusammeln. So entstand „Irgendwo in Afrika. Klilimahewa – Ein Wunder im Busch von Tansania“ mit einer Auflage von 2.500 Stück. Erfreut war Franz Hirtreiter darüber, dass dann durch den Verkauf der Bücher und sonstigen Spenden sehr schnell die erforderliche Summe zusammengekommen sei. Das Röntgengerät konnte inzwischen gekauft werden; das Geld reichte auch noch für einen modernen Operationstisch, damit auch der zweite Operationsaal genutzt werden könne. Die Klinik habe ein unglaubliches Pensum zu leisten, in der angeschlossenen Aidsklinik würden ca. 1000 Patienten versorgt, ein gut ausgestattetes Labor unterstützt das Ärzteteam. Neben der normalen Versorgung der vielen Patentien werden die Kleinkinder alle vier Wochen kostenlos untersucht, um evtl. Erkrankungen frühzeitig eingrenzen zu können.

Stolz ist Franz Hirtreiter auch darauf, dass es ihm noch während seines Aufenthaltes in Afrika gelungen sei, den Anschluss an ein funktionierendes Internet zu ermöglichen und hierdurch für eine große Vereinfachung in der Kommunikation zu sorgen. 

Neben den Kindergärten würde inzwischen auch eine Grundschule mit 350 Kindern unterstützt. Die staatlichen Schulen seien hoffnungslos überfüllt, es gäbe viel zu wenig Lehrer, an einen  effektiven Lernerfolg sei da nicht zu denken, erklärte Franz Hirtreiter.

Da ein großer Anteil der Kinder in den Kindergärten und in der Schule Waisen seien, wurde  auch noch ein Internat für diese Kinder eingerichtet; sie können hier wohnen und werden mit allem Notwendigen gut versorgt.

Zum Schluss seiner Ausführungen, unterlegt mit vielen beeindruckenden Bildern,  weist  Franz Hirtreiter noch besonders darauf hin, dass neben dem wohltätigen  auch ein politischer Aspekt sehr wichtig sei:
Geht es den Menschen in ihrer afrikanischen Heimat gut, haben sie eine gute medizinische Versorgung, Zugang zur Bildung und Aussicht auf eine Betätigung, von der sie mit ihren Familien leben könnten, bleiben diese gerne dort, statt sich auf gefährliche und nicht vorhersehbare Flüchtlingswege zu begeben.
[Doris Metzger]

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Donnerstag, 04. April: „Insektenschwund: Ursachen und was wir tun können.“
Auf Einladung des Bayerischen Wald-Vereins, Sektion Mitterfels, referierte Johannes Selmansberger vom Bund Naturschutz in Landshut in Wort und Bild über die Zusammenhänge, die durch das seit Jahren zu beobachtende Insektensterben zum Ungleichgewicht  in der Natur führen und zeigt auf, was getan werden kann,  diese für die Natur sehr schädliche Entwicklung zu stoppen.

Die Insekten sind die artenreichste Tiergruppe und seit Jahren weltweit in ihrer Zahl im Abnehmen, was sich negativ auf Flora und Fauna auswirkt. Insekten sind die wichtigsten Pflanzenbestäuber, sie regulieren Schädlinge und dienen vielen anderen Tieren, hauptsächlich unseren heimischen Singvögeln, als Futter. Im Rahmen der Reduzierung der Insekten wird auch verstärkt ein Rückgang unseres Vogelbestandes feststellbar.

Herr Selmansberger, der selbst ursprünglich aus einer Landwirtschaft stammt und als Imker mit den Lebensumständen der Bienen eng vertraut ist, konnte einen guten Überblick über diese Entwicklung geben. Einzelne Berufsstände, wie z.B. die Landwirte, wolle er mit seinen Ausführungen nicht  den Pranger zu stellen, aber auch nicht aus ihrer besonderen Verantwortung  für den Erhalt unserer schönen Schöpfung entlassen. Die Gesellschaft insgesamt sei gefordert, jeder in seinem speziellen Bereich, wenn hier eine Wende zum Besseren erreicht werden soll. Ein hoffnungsvolles Zeichen sei der große Erfolg des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, dessen Ziele ja jetzt offensichtlich auch in der Politik angekommen sind; hier sollte die Weiterentwicklung gespannt beobachtet werden.

Selmansberger führte im Einzelnen aus, das nach der sog. Krefelder  Studie aus dem Herbst 2017 insbesondere folgende Punkte in der Hauptsache dafür verantwortlich seien, dass der Insektenbestand seit ca. 30 Jahren um 75 % zurückgegangen und ganze Arten bereits ausgestorben seien: Die meisten Insekten würden zwar durch den Straßenverkehr getötet; aber auch die Verarmung der Landschaft trage einen großen Teil dazu bei.

Durch die industrielle Landwirtschaft ist die einstige Vielfalt mit Weiden, Äckern, Streuobstwiesen, Hecken, Feuchtgebiete nicht mehr vorhanden, aus einer artenreichen Kulturlandschaft wurde vielfach  eintöniges  Agrarland, Wildtiere und Wildpflanzen hätten hier keine Überlebenschancen. Durch die Aufgabe kleinerer Landwirtschaften und das damit verbundene Höfesterben, das seit längerem im verstärktem Maße zu beobachten ist, wird diese Entwicklung noch verstärkt. 

Der von vielen erwartete und richtige Ausstieg aus der Atomenergie hatte dann allerdings zur Folge, dass zur Belieferung von Biogasanlagen riesige Maisfelder entstanden; die eintönige Fruchtfolge erfordere immer größeren Einsatz von Giften und Kunstdüngern, die daraus entstehende Überdüngung trägt ebenfalls dazu bei, dass viele Wildbienen und Insekten, unter- und oberirdisch, ihren Lebensraum verlieren. 

In Deutschland als waldreiches Land sei die Forstwirtschaft ebenfalls eine wichtige Landnutzung;  auch hier sorge der intensive Eingriff bei der Bewirtschaftung durch z.B. schwere Maschinen, durch die eine Bodenverdichtung erfolgt, dafür, dass es immer weniger Kleinlebewesen gibt, auch hier tut im weiteren der Einsatz von Pestiziden ein übriges. Naturwälder und Waldwildnis, wiez.B.  der Bayerische Nationalpark, sind ein positives Gegenstück, sie gibt es aber noch zu selten.

Als weitere Punkte, die zu den Verlusten der Bienen- und Insektenarten führen, zählt Herr Selmansberger noch die Versiegelung der Böden z.B. durch die Herstellung neuer Industrie- und Gewerbegebiete, Siedlungen sowie Straße auf  (über 60 ha fruchtbarer Boden verschwindet dadurch zur Zeit jeden Tag allein in Bayern). Auch durch die starke nächtliche Beleuchtung unserer Dörfer und Städte sterben sehr viele nachtaktive Insekten, entweder durch Verbrennen oder vor Erschöpfung, da ihr Tag-Nacht-Lebensrhythmus dadurch nachhaltig gestört ist. Und auch Privatgärten hätten einen nicht unerheblichen Anteil: Durch Einsatz von Pestiziden und häufig eine sterile Gestaltung eignen sich viele Gärten nur sehr eingeschränkt als Lebensraum für Insekten.

All das zeige, so resümiert Herr Selmansberger, dass die Probleme, die überwiegend durch  Menschenhand entstanden sind, nur wieder in den Griff zu bekommen seien, wenn alle an einem Strang ziehen. Ein Landwirt, der auf Bio umstelle, müsse auch sicher sein, dass er für seine Erzeugnisse Abnehmer findet, die auch bereit sind, einen entsprechenden Preis dafür zu zahlen, Direktvermarktung müsse sich lohnen.  Generell sollte die Landwirtschaft wieder naturverträglicher werden, hier sei vor allem auch die Politik gefordert, viele Landwirte seien dazu bereit. Es sollten sich auch alle aufgefordert fühlen, etwas dafür zu tun, dass wieder genügend Blumen und Pflanzen wachsen, die von Bienen und Insekten als Lebensgrundlage genutzt werden. Gartenliebhaber und Kleingärtner sollten auf den Anbau besonderer bienen- und insektenfreundlicher Blumen und Sträucher achten.  In Städten und Gemeinden sollten zusätzliche Blühwiesen entstehen, in die teilweise naturleeren Industrie- und Gewerbegebieten könne durch das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern ebenfalls ein großer Beitrag geleistet werden; Lindenbäume eigenen sich hierfür besonders gut.  Blühstreifen entlang von Straßen, Bächen und Flüssen nehmen nicht viel zusätzliches Land in Anspruch, können der Natur aber einen großen Dienst erweisen. Es könne keine Lösung sein, wenn Imker mit ihren Bienenstöcken in die Städte umsiedeln müssten, da dort inzwischen bessere Nahrungsvoraussetzungen wie in ländlichen Gebieten seien.

Erfreulicherweise sind auch, verstärkt durch die Diskussionen in Verbindung mit dem Volksbegehren,  schon eine ganze Reihe Initiativen entstanden, die sich um den Schutz von Bienen und Insekten kümmern, Landwirte bieten z.B. Teile ihrer Äcker und Wiesen zum Pachten als „Blühwiese“ an. Im Hinblick auf den weiten Fortschritt hinsichtlich der Beeinträchtigung der Lebensräume für die Kleinlebewesen und die großen globalen Zusammenhänge sind das jedoch nur sehr kleine Schritte: Mit einer kleinen Tüte mit Samen für eine Bienenwiese können diese  Probleme in absehbarer Zeit sicher endgültig nicht gelöst werden, aber es ist ein sehr guter Anfang. So wie ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern!“

Zum Abschluss bedankte sich Martin Graf, Vorsitzender des Bayerischen Wald-Verein Mitterfels, bei Johannes Selmansberger  für die sehr beeindruckenden  Ausführungen;  eine Diskussion mit den Besuchern schließt sich an.
[Doris Metzger]

 

Sonntag, 17. März: „Aufbruch in den Frühling“
Bei schönstem Frühlingswetter machten sich   35 Teilnehmer  auf  zum  Frühlingsspaziergang durch Straubing.  Von der Keglerhalle  aus, Am Peterswöhrd in Straubing, spazierten wir gegen 13:30 los. Nahezu unbehelligt vom Straßenverkehr folgten wir dem Allachbach durch die Stadt,  zunächst entgegen der Fließrichtung nach Westen, bis zur B8.  Dort angelangt drehten wir nach kurzer Pause um und wanderten gemütlich zurück in Richtung Innenstadt. Je nach Lust und Laune bogen  Spaziergänger nach und nach zu verschiedenen Kaffees und Eisdielen ab, um dort nach dem zweistündigen Spaziergang den Frühlingsnachmittag gemütlich ausklingen zu lassen. 
Der aufmerksame Spaziergänger konnte  an der Ausgestaltung des Bachbettes entlang der Route ablesen, wie sich die Sicht unserer Gesellschaft auf den Umgang mit der Natur im Laufe der Zeit veränderte.
Die neueren Bachabschnitte wurden inzwischen aufwendig renaturiert, während der Bach in den älteren Abschnitten noch in betonierten oder gepflasterten und begradigten  Bachbette eingezwängt ist.

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Samstag, 09. März: „Jahreshauptversammlung“
Zur  Mitgliederversammlung hatte der Bayerische Wald-Verein, Sektion Mitterfels, in den Gasthof Kernbichl eingeladen. Vorsitzender Martin Graf begrüßte alle anwesenden Mitglieder  und legte zum Gedenken an die im letzten Jahr Verstorbenen eine Gedenkminute ein.

Der Bayerische Wald-Verein ist mit derzeit 319 Mitgliedern einer der größeren Vereine in Mitterfels. Nach einem kurzen Rückblick auf das Jahr 2018 durch den Vorsitzenden legte die Kassiererin Elisabeth Weber den von den Revisorinnen unbeanstandet geprüften Jahresabschluss 2018 vor. Eine der Hauptausgaben war die  Spende in Höhe von 3000 Euro für den Neubau des Falkensteinschutzhauses im Bayerischen Wald. Martin Graf informierte über den derzeitigen Baustand.
Brigitte Schäfer berichtet über ihre Tätigkeit als Wegewart, vier Wanderrouten mit insgesamt 70 km werden von ihr betreut.  
Wanderwart Albert Bogner informierte darüber, dass  in 2018 11 Wanderungen angeboten wurden, an  denen sich insgesamt 346 Teilnehmer beteiligt haben.
Neben den Wanderungen im Bayerischen- und Böhmerwald standen ein Tagesausflug ins Salzkammergut nach Hallstatt sowie eine Mehrtagesfahrt an die Mosel und Eifel auf dem Programm.
Zwei Radltouren in verschiedenen Schwierigkeitsstufen sowie ein Familienspaziergang entlang der Donau im Rahmen des Kinderferienprogramms der Marktgemeinde Mitterfels wurden ebenfalls durchgeführt.
Schon Tradition hat der jährliche Einsatz bei der Schachtenpflege auf dem Rindlschachten.
Der Betreuer der Internetseite Günter Metzger gab einen Überblick über die Bestimmungen des Datenschutzgesetzes im Allgemeinen sowie darüber, was für Vereine hier speziell zu beachten ist.

Das Jahresprogramm 2019 der Sektion Mitterfels wurde während der Veranstaltung verteilt und von den Begleitpersonen erläutert.  Das komplette Programm kann auch unter www.waldverein-mitterfels.de eingesehen werden.

Danach teilte Martin Graf erfreut mit, dass in diesem Jahr eine besonders große Anzahl von Mitgliedern für  langjährige Mitgliedschaften geehrt werden können:  
25 Jahre Mitglied sind: Maria Birkeneder, Sigurd Gall, Monika Jakob, Hans und Christine Mandl, Hans und Anita Schuhmann.

Für 50 Jahre sind zu ehren: Alois Bernkopf, Anton Frank, Georg Graf, Wiltrud Haimerl-Moser, Heribert Lehner, Gudrun Sirowatka, Herbert Stolz, Bernhard Wartner, Paul Wintermeier, Gertrud Graf, Marliese Hacker, Leo Gottschalk, Renate Gröschl, Franz Kronfeldner, Franz Leiderer, Peter Stiegler, Theo Süß, Hans Wartner, Elfriede Bogner und Elisabeth Pöschl, 66 Jahre  ist Wilhelm Stapf und 70 Jahre  Leo Dietl bereits Mitglied der Sektion Mitterfels. Alle zu Ehrenden werden eine entsprechende Urkunde erhalten.

Zum Schluss bedankte sich erster Bürgermeister Heinrich Stenzel  für den großen Einsatz des Vereins, welcher  in naturkundlicher und kultureller Hinsicht  die Marktgemeinde hervorragend repräsentiere und unterstütze. [Doris Metzger]

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Sonntag, 17. Februar: „Schneeschuhwanderung mit dem Skiclub“
Bei strahlendem Sonnenschein führte Rosi Uekermann acht Schneeschuhwanderer vom Arberseehaus aus zum Arbergipfel. Nach einem etwa zweistündigen Aufstieg erreichte die Gruppe gegen  13 Uhr den Gipfel. Aufgrund des großen Andrangs im Gipfel-Gasthaus verlängerte sich die Mittagspause deutlich, sodass der Abstieg erst mit einstündiger Verspätung begonnen werden konnte. Gegen 16 Uhr kamen die  Teilnehmer schließlich wieder auf dem Arberseehaus Parkplatz an und die einstündige Heimfahrt wurde angetreten.

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Sonntag, 10. Februar: „Schlittenfahren“
Der vom Bayerische Wald-Verein und dem Skiclub Mitterfels veranstaltete Schlitten-Nachmittag für Groß und Klein war wieder ein voller Erfolg.  Den  ganzen Nachmittag über tummelten sich Besucher auf dem Schlittenhang  bei Mitterfels-Zackenberg. Ein Schlittenlift transportierte die Sportler wieder auf den Berg hinauf. Für hungrige und durstige Besucher gab es kalte und warme Getränke, Kuchen und Bratwurstsemeln.

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Freitag, 18. Januar 2019: „Trauminsel Mauritius“
Reisebericht von Gabi und Rudi Hopfner
Mitterfels. Auf Einladung des Bayerischen Wald-Vereins, Sektion Mitterfels, berichtete Gabi und Rudi Hopfner von ihrer Reise nach Mauritius und der Saal im Landgasthof Fischer  war mit interessierten Gästen gut besetzt.

„Zuerst schuf Gott Mauritius, dann das Paradies, aber das Paradies war nur eine Kopie“, so soll Mark Twain Mauritius beschrieben haben. Und was man in dem Vortrag in Wort und Bild zu sehen und hören bekam, zeigte, dass er damit ganz und gar Recht hatte. Weiße, unberührte Stränden, türkisblaue Lagunen und eine reiche Unterwasserwelt sind die ersten Eindrücke, wenn man an Mauritius denkt, und das sei so auch alles richtig, führt Rudi Hopfner in den  Vortrag ein. Aber daneben habe die Insel im Indischen Ozean, 20 Grad südlich vom Äquator gelegen, noch viel mehr zu bieten: eine üppige Vegetation mit einer Vielzahl tropischer Früchten, bunte Dörfer und ein vom Vulkanismus geprägte Bergwelt mit Regenwälder und Wasserfällen. Das Ehepaar Hopfner hat die Insel in fünf Tagesausflügen erkundet, die Reise fand im November statt, eine der besten Reisezeiten für Mauritius, das Klima ist dann mit 25 Grad sehr angenehm.

Die in demokratischer Staatsform regierte Insel Mauritius hat insgesamt 1,35 Mio. Einwohnen, davon leben 150.000 in der Hauptstadt Port Louis. Die Bewohner und die Traditionen sowie Essgewohnheiten der  Insel sind durch eine kreolische, europäische und asiatische Kultur geprägt, eine herzliche Gastfreundschaft empfängt die Besucher.  Mehrere Generationen leben in ihren Häusern zusammen, der familiäre Zusammenhalt ist sehr wichtig. 48 % der Bevölkerung  sind Hinduisten, 32 % Christen und ca. 17 % Muslime. Überall begegnet man Tempelanlagen und Statuen der verschiedenen im Hinduismus verehrten Gott- bzw. Heiligengestalten. Krishna ist immer in blauer Farbe zu sehen, er soll der Sage nach einen vergifteten Milchsee ausgetrunken  und damit die Bewohner vor dem Tod gerettet haben.

Bei ihren Erkundungen konnten Gabi und Rudi Hopfner die Vielfältigkeit dieser Insel eindrücklich erleben; die Tierwelt mit einer großen Anzahl von exotischen Vogelarten ebenso wie Flughunde, Fledermäuse und Schildkröten. Auch begeisterten die gezeigten Aufnahmen der Inselvegetation die Besucher: von kleinen zarten Blumen in allen Farben bis hin zu Affenbrotbäumen und Elefantenfuß-Palmen sowie vielfältige Arten von  Wasserpflanzen. Angebaut wird vor allem Zuckerrohr und Tee; die Teeblüten verströmen einen angenehmen Duft. Aus dem Zuckerrohr wird hauptsächlich Rum hergestellt, Getränke mit Rum werden überall in vielen verschiedenen Variationen angeboten und sind  beliebte Mitbringsel für die Touristen.

Auch die Landschaft beeindruckte sehr, so Rudi Hopfner bei seinen Ausführungen, interessante Bergformationen wechseln sich mit breiten Ebenen und langen  Sandstränden ab. Typisch für die Insel sei auch die „Siebenfarbige Erde“, eine aus verschiedenen Mineralien bestehende Gesteinsformation.
[Doris Metzger]

Samstag, 5. Januar 2019: „Winterwanderung“
Um 13.00 Uhr machten sich  fünfzehn dem leichten Nieselregen angepasst gekleidete Wanderinnen und Wanderer auf zur Winterwanderung. Vermutlich  von Martin extra bestellt, hatte es zuvor kräftig geschneit, sodass wir zwei Stunden lang  durch eine tief verschneite Winterlandschaft spazieren konnten. Von der St. Georgs Apotheke aus wanderten wir zunächst westwärts, an Miething vorbei, nach Hörmannsberg. Wir bogen dann auf den Rundwanderweg Nr.  4 nach Norden ab und folgten diesem, an Großkohlham vorbei, wieder zurück zur St. Georgs Apotheke.

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